Windenergie Toggenburg

Wieso Windenergie?

Die Energiewelt ist in einem Umbruch. Der Bundesrat und das Parlament haben bereits 2011 den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Um diese zu ersetzen, hat der Bundesrat mit der Energiestrategie 2050 ein Massnahmenpaket geschnürt. Mit den richtigen Schritten sollen einerseits die Energieeffizienz erhöht und der Stromverbrauch stabilisiert werden. Andererseits muss der Anteil der neuen erneuerbaren Energien im Strommix erhöht werden, um den wegfallenden Strom aus den Kernkraftwerken zu ersetzen.

Um den Strombedarf der Schweiz mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu decken, setzen wir auf einen Mix aus Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie und Umgebungswärme sowie Windenergie. Gerade letztgenannte ist eine optimale Ergänzung zu Solar- und Wasserstrom, weil zwei Drittel der Windstromproduktion im Winter anfällt. Also genau dann, wenn wir mehr Heizenergie und Strom für die Beleuchtung benötigen. Das Potenzial für die Nutzung von Wind für die Stromproduktion ist vorhanden. Doch es liegt noch zu einem grossen Teil brach.

Die Kantone St. Gallen und beide Appenzell haben 17 Gebiete ermittelt, die sich besonders für die Nutzung von Windenergie eignen könnten. Mehrere Gebiete liegen im Toggenburg. Windparks könnten möglicherweise in den Gemeinden Wattwil, Bütschwil-Ganterschwil, Mosnang und Kirchberg realisiert werden.

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Wir liefern Ihnen Antworten rund ums Thema Windenergie im Toggenburg, im Kanton St.Gallen und in der Schweiz.

31. März 2026Wie gehen Zugvögel mit Windenergieanlagen um? Diese Frage wurde auf dem Gotthard untersucht. Während insgesamt 36 Monaten wurde der Vogelzug rund um die fünf Windenergieanlagen auf dem Gotthard beobachtet. Laut der wissenschaftlichen Studie ist nun klar: In diseem Zeitraum überquerten 1,7 Millionen Zugvögel den Windpark. 99,99 Prozent davon liessen sich von den Windrädern nicht beeinträchtigen. Auf dem Gotthard produzieren seit 2020 fünf Windräder Strom. Die Produktion deckt den privaten Stromverbrauch von über 10’000 Menschen. Im Auftrag des Kantons Tessin hat die regionale Energieversorgerin AET, die Betreiberin des Parks, das Tessiner Studio Alpino mit einer Vogelstudie beauftragt. Ziel war, die Wirksamkeit des Vogelradars zu überprüfen. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Journal of Environmental Management veröffentlicht, wie Suisse Eole im aktuellen Newsletter schreibt. Von August 2021 bis Juni 2024 wurde jeweils während der beiden Vogelzugperioden zwischen März und Juni sowie zwischen August und November das Terrain abgesucht, teils auch mit Suchhunden. «Die Studie zeigt, dass insgesamt lediglich 107 Vögel zu Schaden gekommen sind», stellt Lionel Perret, Geschäftsführer von Suisse Eole, fest, «damit wurden 99.99 Prozent der 1’700’000 Vögel, die das Radarsystem erfasst hat, von den Windrädern nicht behindert. Lediglich 0.01 Prozent wurden getötet.» «Die 107 Vögel, die auf dem Gotthard tatsächlich tot aufgefunden wurden, entsprechen in etwa dem Speisezettel einer Katze in demselben Zeitraum!» rechnet Lionel Perret vor. Die Studie reiht sich ein in eine Reihe von Studien, die zu dem gleichen Ergebnis kommen: Vergangenen Herbst hat Romande Energie gemeinsam mit dem Kanton Waadt für den Windpark Ste-Croix bekannt gegeben, dass auch dort die Beeinträchtigung für die Vögel sehr gering ist: Pro Windkraftanlage kamen 2024 etwa 3 bis 5 Individuen zu Schaden. Auch eine im Herbst 2025 veröffentliche deutsche Studie gibt Entwarnung: Sie belegt, dass Zugvögel Windenergieanlagen fast vollständig meiden und das Kollisionsrisiko deutlich geringer ist als bisher angenommen. Mit über 99,8 Prozent der tag- und nachtziehenden Vögel mied ein deutlich grösserer Anteil die Anlagen als bislang angenommen [...] Weiterlesen...
19. Dezember 2025Vor kurzem wurde im Gebiet Älpli oberhalb Krinau ein hoher Mast aufgebaut. Dieser soll während den kommenden Monaten den Wind messen. Diese Messungen sollen zeigen, ob in diesem Gebiet ein Windpark erstellt und ökonomisch betrieben werden kann. Das Gebiet Älpli ist eines von 15 Gebieten, die im Richtplan des Kantons St. Gallen als geeignet für die Nutzung von Windenergie bezeichnet sind. [...] Weiterlesen...
19. Dezember 2025Ein Konsortium, bestehend aus der St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK), der SN Energie AG und der Grotwind GmbH, plant im Gebiet St. Margrethenberg in der Gemeinde Pfäfers einen Windpark. Dieser könnte zwischen 20 und 30 Gigawattstunden Energie pro Jahr produzieren. Damit könnten die drei bis vier Windenergieanlagen rund 5000 Haushalte beliefern. Während eines Jahres wurden in St. Margrthenberg Windmessungen vorgenommen. Derzeit werden die Daten ausgewertet. Parallel dazu hat das Kantonale Amt für Raumentwicklung und Geoinformation die Ausarbeitung eines kantonalen Sondernutzungsplans gestartet. In einem nächsten Schritt wird das Konsortium weitere Grundlagen für die Beurteilung der Umweltverträglichkeit erarbeiten. Aktuell laufen im Kanton St. Gallen fünf Sondernutzungsplanverfahren: in Kirchberg, Wartau, im Boxloo bei Wil, am Tannenberg (Gemeinden Waldkirch und Andwil) und eben in Pfäfers. Lesen Sie hier den ganzen Artikel im St. Galler Tagblatt vom 16. Dezember 2025 [...] Weiterlesen...
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